Kindermatratzen - auf was Sie achten sollten

 

Die  Auswahl einer Kindermatratze ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Der Körper befindet sich im Wachstum und benötigt ausreichend Halt. Es gibt die unterschiedlichsten Meinungen zu der richtigen Matratze für junge Menschen. Die richtige Wahl zu treffen ist hier nicht so einfach. Wir möchten Sie mit unserem Fachwissen hier unterstützen und die Auswahl damit eingrenzen.

Ein wichtiger Punkt, der eigentlich selbstverständlich sein sollte: Kaufen Sie eine neue Matratze. Aus Sparsamkeit die Matratze des älteren Bruders weiterzugeben an die jüngeren, ist keine gute Idee. In der Matratze können sich Keime sammeln, die zu Krankheiten und allergischen Reaktion führen. Aus dem gleichen Grund kann auch auf waschbare Bezüge auf keinen Fall verzichtet werden.

Achten Sie weiter darauf, dass das Material der Matratze luftdurchlässig ist.  Bei den häufig empfohlenen Latex - oder Kokosmatratzen ist das nur bedingt der Fall, wie in einigen Tests festgestellt wurde. Hier hat die klassische Kaltschaummatratze eindeutig die Nase vorn. Die Luftzirkulation ist speziell für Babys von besonderer Bedeutung,  die auf dem Bauch schlafen. Eine nicht ausreichend luftdurchlässige Matratze leitet das ausgeatmete CO² nicht ab. Die verbrauchte Luft  wird so wieder eingeatmet. Eine noch sinnvollere Empfehlung ist es allerdings, wenn Babies zum Schlafen auf dem Rücken liegen.

Inkontinenzauflagen sollte nur genutzt werden, wenn die Gefahr des Einnässens besteht.

Bei Allergieproblemen sollte ein milbendichter Bezug gewählt werden. Ansonsten sollte man auf atmungsaktive Stoffe achten, um eben diesen CO² Stau zu vermeiden. Der Bezug sollte waschbar sein (bis 60°C reichen völlig aus, eine höhere Temperatur ist aus ökologischen Gründen nicht sinnvoll ).Besondere Beachtung sollten Sie der Verwendung von Chemie in den Stoffen schenken. Finger weg von Matratzen, bei denen der Bezug mit optischen Aufhellern bearbeitet wurde. Auch die Zusetzung von Chemikalien muss als kritisch angesehen werden. Zwar kann hierdurch eine antibakterielle Wirkung erzielt werden, die Schadstoffbelastung ist noch nicht ausreichend geprüft worden. So ist es ratsam, auf eine Aussattung mit Silber oder anderen Stoffen zu verzichten.

Kokosmatratzen werden heute für Kinder nicht mehr empfohlen, weil das Material schimmeln kann, wenn es feucht wird. Zu verhindern ist das nur durch den Einsatz von chemischen Mitteln, die aber für eine Kindermatratze auch auf keinen Fall geeignet sind. Auch Latexmatratzen wurden in der Vergangenheit häufig empfohlen. Das gilt heute ebenfalls nicht mehr uneingeschränkt. Es sollte vorab geklärt werden, ob eine Allergie vorliegt.

Auf eine Einteilung in Zonen kann und sollte auch verzichtet werden. Die Zoneneinteiloung einer Matratze ist nur für erwachsene Personen sinnvoll, um für die entsprechenden Körperpartien die richtige Unterstützung zu gewährleisten. Bei Kindern und auch bei Jugendlichen, die im Wachstum sind, ist das nicht sinnvoll.

Die perfekte Matratze für ein Kleinkind hat stabile Seitenränder und eine Trittkante,  um Verletzungen zu vermeiden. Kinder verbringen mehr Zeit in ihrem Bettchen und nicht immer schlafern sie. Gerne wird getobt und wenn dabei der Fuß zwischen Matratze und Bettchen gerät, kann es zu Verletzungen kommen. Ein verstärkter Seitenrand verhindert das.

Achten Sie auch unbedingt auf einen geeigneten Lattenrost, der eine unterseitige Be - und Entlüftung ermöglicht. Bei der Anzahl der Leisten ist hier weniger oft mehr.

Klassische Erwachsenenmatratzen sollten nicht vor dem 12. Lebensjahr eingesetzt werden. Hier aber ebenfalls darauf achten, dass der Kern nicht in Zonen eingeteilt ist. Kaltschaummatratzen, im Normalfall nicht über Härtegrad  2 sollten hier die erste Wahl

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